Eine Entgiftungskur für dein Pferd kann die Gesundheit fördern und Krankheiten vorbeugen. Es lohnt sich also nicht nur bei Pferden, wo du weißt, dass sie belastet sind, sondern auch bei vollkommen gesunden. Bei meiner Smilla möchte ich dieses Jahr unbedingt eine Entgiftungskur machen. Sie war Anfang des Jahres in der Klinik und wurde am Griffelbein operiert. Das heißt im Umkehrschluss, dass sie viele Medikamente und Antibiotika bekommen hat.

Wie entgiftet das Pferd seinen Körper?

Natürlich sorgt der Körper des Pferdes auch alleine dafür, dass Giftstoffe abgefangen und aus dem Körper geschleust werden. Die wichtigsten Organe hierfür sind Leber und Niere. Doch wenn die Giftstoffe zu einer langwierigen Belastung des Pferdekörpers werden, belasten sie den gesamten Organismus. Probleme im Magen-Darm-Trakt, an Gelenken oder Sehnen können als Langzeitschäden auftreten. Das Immunsystem des Pferdes ist deutlich geschwächt und öffnet somit auch Tür und Tor für Krankheiten, wie Pilzinfektionen und Sommerekzem. Damit es gar nicht erst soweit kommt, lohnt sich eine vorsorgliche Entgiftungskur.

Wie und wann unterstütze ich mein Pferd bei der Entgiftung?

Die Entgiftungskur unterstützt die Leber und die Niere bei der Verarbeitung der Giftstoffe im Pferd. Wenn nichts weiter vorliegt, wie Behandlungen mit Medikamenten oder ähnliches, dann reicht es, wenn du einmal im Jahr, im Frühjahr oder Herbst eine Kur veranschlagst. Du möchtest auf Nummer Sicher gehen? Dann kann jeweils eine Kur im Frühjahr und Herbst nicht schaden. Doch mit welchen Kräutern unterstütze ich mein Pferd am besten?

Marindistel

Mariendistel

Goldrute

Goldrute

Artischocke

Artischocke

 

 

 

 

Die Goldrute regt die Nierentätigkeit an. Mariendistel und Artischocke tun der Leber gut, wobei die ganze Pflanze zu bevorzugen ist, da so das volle Wirkspektrum genutzt wird. Vorsorglich kann auch noch etwas für die Darmsanierung getan werden. Der Magen-Darm-Bereich des Pferdes ist sehr empfindlich. Durch falsche Fütterung kann es schnell zu PH-Wert-Änderungen kommen. (Fütterung von Silage und Heulage verändern diesen PH-Wert stark.) Mit EM – aktiven Mikroorganismen kann die Darmschleimhaut bis zu einem gewissen Maße regeneriert werden.

Doch Vorsicht! Auch bei der Entgiftung kann es zu Problemen kommen, wenn die Dosierung zu hoch ist. Das Gift kann dann nicht so schnell abtransportiert werden, sodass es auch zu Hautausschlägen und Pusteln kommen kann. Abhilfe schafft hier das Zufüttern von Flohsamenschalen. Sie binden die Giftstoffe und nehmen sie mit aus dem Körper.

Smillas Empfehlung

Im Normalfall reicht eine zweiwöchige Kur mit einem Mix aus den beschriebenen Kräutern aus. Kombiniere die Kräuterkur ruhig mit Flohsamenschalen. Dann hast du gleich auch was gegen den Sand im Darm getan. Nach den 2 Wochen Kräuterkur kannst du noch eine Kur mit EM – aktiven Mikroorganismen dran hängen, um die Darmschleimhaut wieder auf Fordermann zu bringen. Für meine Smilla, die durch den Klinikaufenthalt natürlich über normal belastet ist, bietet sich folgendes Vorgehen an:

Vier bis Sechs Wochen Kräuterkur mit einem Verhältnis von Artischocke zu Mariendistel mit 1 zu 3 täglich eine Hand voll plus täglich eine Hand voll getrocknete Goldrute. Nach der sechs-wöchigen Kräuter-Entgiftungskur bringe ich die Darmschleimhäute meiner Smilla wieder auf Fordermann. Dafür gebe ich ihr in den ersten zwei Wochen 100 ml EM pro Tag und 40 ml während der nächsten zwei Wochen. Mein Plan ist in Zukunft zwei mal im Jahr eine einfache Entgiftungskur durchzuführen.

Beratung

Wenn ihr euch unsicher seit oder nicht genügend Erfahrung habt, dann lasst euch unbedingt von eurem Tierarzt, Heilpraktiker oder Futterspezialisten beraten. Mit Kräutern kann man auch viel falsch machen und im schlimmsten Fall für eine Vergiftung sorgen. In einem meiner Beiträge stelle ich den Pferdefutterladen Alllerley vor. Hier werdet ihr auf jeden Fall zuverlässig beraten zu eurem Vorhaben und hier könnt ihr euch eure Kräutermischung auch gleich individuell zusammenstellen lassen.

Pferdig gesunde Grüße

Pferdesachen-Blog Mareen