Die Frage ob man nun mit oder ohne Gebiss reiten sollte geistert vielen im Kopf herum. Das Thema ist viel diskutiert, manchmal oberflächlich populistisch, manchmal tiefgründig. Auch ich möchte mich mit dem Thema befassen, dabei aber weder das eine noch das andere verteufeln oder besonders anpreisen. Ich persönlich sehe in beiden Wegen Möglichkeiten mit wenig Druck mit dem Pferd zu kommunizieren.

Zwei Trainer mit Fachwissen sind gefragt

Um aber genauer in das Thema einzusteigen, habe ich mich mit zwei Ausbilderinnen zu dem Thema unterhalten: Mit Karolin Köhler und mit Cornelia Jöst. Beide arbeiten als Trainerinnen und Ausbilderinnen. Karolins Steckenpferd ist der LG-Zaum. Sie unterrichtet ihre Schüler sowohl im Reiten mit dem LG-Zaum, als auch im Reiten auf Gebiss. Cornelia hat in Scherkenbach ihre eigene Reitschule „Légèrté Classique“. Sie legt viel Wert auf eine ganzheitliche leichte Ausbildung des Pferdes. Sie bietet nicht nur Unterricht der leichten Reitweise an, sondern auch begleitende physiotherapeutische Behandlung.

Mahner und Erinnerer!

Bevor ich jetzt aber mit euch ins Thema starte, möchte ich euch noch einmal an eines erinnern:

Egal mit welchem Hilfsmittel, unser Ziel sollte immer sein, das Pferd zu lehren, wie es uns als Reiter gesund tragen kann. Wir wollen dem Pferd beibringen im Genick nachzugeben, den Rücken aufzuwölben und mit der Hinterhand möglichst viel Gewicht zu tragen. Nur so kann uns das Pferd gesund tragen und wir bilden ein harmonisches Paar. Dabei sollten Druck und Zwang einer weichen und konsequenten Anleitung weichen.

Nun wünsche ich euch aber viel Spaß beim Lesen:

Teil 1: Pferdeausbildung mit Gebiss oder gebisslos?

Teil 2: Feines Reiten ist unabhängig vom Gebiss!