Am Wochenende vom 2. Juli 2017 war ich im Reit- und Fahrverein Magdeburg e.V. zum Equikinetiklehrgang mit Merle Frank. Ich habe als Zuschauer teilgenommen. Smilla ist an dem Wochenende selber gerade wieder im Herrenkrug Verein eingezogen. Da wollte ich sie lieber in Ruhe ankommen lassen.

Der Lehrgang teilte sich in zwei Teile. Am Samstag ging es um Equikinetik und am Sonntag um Dualaktivierung. Zunächst gab es theoretischen Imputt. Dort haben wir interessante Dinge erfahren. Zunächst: Warum blau und gelb? Blau und gelb sind die beiden Farben, die Pferde sehen können. Alles andere sehen sie in Grautönen. Sie sind also sogenannte Dichromaten, denn sie besitzen nur zwei Farbzapfen, keine drei, wie wir Menschen.

Dann kommt dazu, dass blau in der einen Gehirnhälfte verarbeitet wird und gelb in der anderen. Beim Pferd ist die Verbindung zwischen beiden Gehirnhälften sehr schwach ausgeprägt. Das heißt praktisch: wenn die rechte Gehirnhälfte „gesehen“ hat, dass an der Bande eine Decke hängt, weiß die linke Gehirnhälfte noch lange nichts davon. Wenn wir also die Hand wechseln, sieht das Pferd die Decke tatsächlich zum ersten Mal. 😉

Zurück zu blau und gelb. Dadurch, dass ich bei der Equikinetik und Dualaktivierung die Farben abwechselnd mit Hilfe der Gassen und Hütchen auf dem Platz verteile, wird ständig zwischen beiden Gehirnhälften hin und her geschalten. Die Brücke dazwischen wird also trainiert und gestärkt und somit führen die Übungen zu einer verbesserten Gehirnaktivität und Rechts-/Links-Koordination.

Equikinetik

Ekquikinetik mit GassenKraftsport fürs Pferd – das ist Equikinetik. Dabei legt man mit den Dualgassen eine Volte. Der kleine Durchmesser ist 6 Meter, der große 8 Meter. Das Pferd läuft nun eine Minute rechts rum, 45 Sekunden Pause, dann 1 Minute links rum. So mache ich vier Runden im Schritt (also 2x rechts, 2x links) und vier Runden im Trab. Dabei achte ich darauf, dass mein Pferd im Schritt fleißig voran geht und den Kopf tiefstens auf Buggelenkshöhe hat. Es soll die Muskeln benutzen und sich nicht in die Nackenbänder hängen. Im Trab soll das Pferd so ruhig wie möglich joggen. Dabei aber schön auf eine aktive Hinterhand achten, das Pferd soll nicht auf die Vorhand fallen.

Smillas erste Equieinheiten

Mit Smilla mache ich das jetzt seit vier Wochen zwei bis drei Mal die Woche. Aus ostheopatischen Gründen können wir gerade nicht so viel reiten. Ihr glaubt nicht, wie sie allein in der kurzen Zeit aufgemuskelt hat. Und sie findet das wirklich ziemlich anstrengend. Ich werde das Training auf jeden Fall beibehalten.

Übrigens habe ich die Dualgassen selber gebaut. Wie? Das lest hier in dem Artikel über meinen Dualgassenbau.

Video: Smilla und ich beim Equikinetik