Wie oft hören wir davon: Pferd lahmt, aber nichts ist dick und die Tierärzte wissen auch nicht wirklich, wie sie helfen können. Ganz so war es bei Smilla zwar nicht, aber wie oft habe ich ihre Verspannungen, Schiefstellungen etc. von Physio und Ostheo behandeln lassen? Vorher natürlich Untersuchung inklusive Röntgen beim Tierarzt. Aber nichts hat so wirklich die Ursache aufgedeckt, warum sie sich beim Reiten gerne fest macht, warum sie steif, teilweise lahm auf harten und unebenen Böden geht.

Lahm auf beiden Vorderbeinen

Nun wurde sie aber immer steifer. Ein schleichender Prozess. Meine Freundin hatte die Gelegenheit ergriffen und Smilla spontan bei Dr. Faulstich aus Seeburg vorgestellt, als er einen Termin bei uns im Stall hatte. Das Resultat: Auf beiden Vorderbeinen lahm. Was man so als Laie nicht unbedingt sieht, weil das Pferd keins der Beine ungleich belastet, weil ja beide wehtun. Eventueller Verdacht: Hufrollenproblematik. Genaueres kann aber erst mit einer Lahmheitsuntersuchung festgestellt werden.

Klinik Seeburg – Lahmheitsuntersuchung

Also habe ich einen Termin in der Pferdeklinik Seeburg gemacht. Das ging innerhalb von wenigen Tagen. Smilla haben wir also aufgeladen und sind los gefahren. Auf dem Gelände der Klinik angekommen, wurden wir sehr freundlich empfangen. Smilla konnte sofort runter vom Anhänger und es ging direkt in die Reithalle. Dort schaute sich Dr. Faulstich Smilla im Trab auf hartem Boden an. Nach wie vor kein klarer Gang. Nun wurde im Ballenbereich sediert an einem Fuß. Damit wurde getestet, ob der Schmerz aus dem Hufgelenksbereich kommt. Dies schien der Fall zu sein, denn nun lahmte sie eindeutig auf dem nicht sedierten Fuß. Der sedierte schien aber keine Schmerzen mehr zu verursachen.

Also wussten wir, der Schmerz kommt aus dem Hufgelenksbereich. Nun ging es ins Röntgen. Smilla hat wirklich super brav mitgemacht. Aber die Mitarbeiter in der Klinik Seeburg sind auch echte Seelen, die super mit den Pferden umgehen. Das Röntgen hat nur einen kleinen unbedeutenden Chip am Fesselgelenk gezeigt, ansonsten waren die Aufnahmen ohne Befund.

Das hieß zwar nun, dass der Knochen nicht betroffen ist, die Schmerzen aber ja da sind, also aus den Weichteilen kommen müssen. Ich hatte keine Wahl, wenn ich Smilla eine Chance geben wollte, wieder schmerzfrei zu laufen, musste ein MRT gemacht werden. Dieses zeigte uns dann am nächsten Tag aber gottseidank wo der Hase im Pfeffer lag.

Entzündungen im Huf

Smilla hatte zum einen ein entzündetes Hufgelenksband. Das kann sein, dass sie da mal umgeknickt ist. Zum Anderen hatte sie aber auch in beiden Hufgelenken Entzündungen. Die Gelenkflüssigkeit war schon ganz flüssig, nicht mehr zäh, wie es eigentlich sein sollte. Dazu kam noch eine Entzündung im Fesselgelenk.

Dieser Befund half bei der richtigen Behandlung. Nach verschiedenen Spritzen in die betroffenen Bereiche, konnten wir wieder nach Hause fahren. Erstmal hieß es Boxenruhe für ein paar Tage, dann Schritt führen.

Nach fast zwei Monaten waren wir nun zur Endkontrolle in der Klinik. Es ist soweit alles okay und unser Aufbautraining kann nun beginnen. Wie es mit Smillas Aufbautraining vorangeht, könnt ihr in ihrem Tagebuch lesen.

 

Ich kann nur Danke sagen, an Dr. Faulstich und die Klinik Seeburg. Und möchte die Klinik unbedingt weiterempfehlen!