Seit einiger Zeit habe ich das Intervalltraining einmal die Woche in den Trainingsplan eingebaut. Wie das aussieht und welche Hilfsmittel ich mir zur Hilfe nehme, möchte ich euch in diesem kurzen Beitrag beschreiben.

Hilfsmittel für effektives nachhaltiges Training

Herzfrequenzmesssensoren für den Sattel  und Pulsuhr

Uhr und Sensoren für den Sattel

Zunächst habe ich mich gefragt, wie ich es hinbekomme, dass ich den Trainingserfolg auch wirklich nachvollziehen kann und dass nicht immer nur das Bauchgefühl entscheidet. Eine Möglichkeit ist es, die Herzfrequenz des Pferdes im Training zu messen. Also habe ich mir die Polar Equine Trainingssysteme zu Nutze gemacht. Dabei nutze ich eine Uhr am Handgelenk als Empfänger und zwei Sensoren, die ich am Pferd unter dem Sattel und am Sattelgurt anbringe. Einmal verbunden bekomme ich auf der Uhr beim Reiten die ganze Zeit eine aktuelle Rückmeldung zur Herzfrequenz.

Um dann zu vermeiden, dass ich beim Reiten ständig auf die Uhrzeit schauen muss, habe ich mir eine App herunter geladen, die die von mir vorgegebenen Intervalle durch Tonsignale anzeigt.

Trainingsintervalle

Da ich erst seit ca. 2 Monaten trainiere, habe ich die Startintervalle noch nicht gesteigert. Eine Trainingseinheit sieht also folgendermaßen aus:

  1. 15 bis 20 Minuten Schritt am langen Zügel
  2. 5 Mal 5 Minuten Trab mit 1 Minute Schrittpause zwischen den Trabsequenzen
  3. 3 Mal 3 Minuten Galopp mit 1 Minute Schrittpause zwischen den Galoppsequenzen
  4. Schritt bis ein ruhiger Puls wieder erreicht ist und die Atmung wieder normal ist.

Wie sehen Smillas Herzfrequenzen dabei aktuell aus? Im Schritt am Anfang hat sie einen Ruhepuls zwischen 50 und 80 Schlägen/Minute. Warum dieser Unterschied? Das hängt einfach davon ab, ob sie voll entspannt ist (50) oder ob auf dem Platz irgendwas aufregendes los ist (80). Im Trab bleibt sie anfangs noch in den 90er Bereichen und steigert sich mit den weiteren Trabsequenzen auf gute 100 Herzschläge/Minute. Im Galopp waren wir dann schließlich beim letzten Mal bei ca. 130 Herzschlägen/Minute.

Im Trab und im Galopp reiten wir auf unserem großen Platz viel gerade aus, viele Handwechsel auf großen Linien. Dabei ist es vor allem wichtig, dass Smilla möglichst gerade bleibt und nicht auf die Vorhand fällt. Daher haben wir durchaus zur Zeit ein eher ruhigeres, dafür aber gleichmäßiges Tempo drauf.

Die restlichen Trainingstage

Nach dem Intervalltraining hat Smilla auf jeden Fall einen Tag frei, denn dieses Training ist sehr anstrengend. An den anderen Tagen erwartet sie ein Mix aus Bodenarbeit, lockerem Reiten oder Longieren, Arbeit an der Geraderichtung und an der Losgelassenheit und Kraft. Dabei ist es bei Smilla immer wichtig, dass sie nicht 7 Tage die Woche schuftet. Das macht sie psychisch nämlich nicht lange mit. Sie kriegt mindestens einen, meist zwei, manchmal auch drei Tage in der Woche zum Relaxen. Und damit ist und bleibt sie ein super motiviertes Pferd. Zudem legen wir alle vier Wochen eine Relaxwoche ein. Das heißt, wir machen nur entspannte Sachen mit ihr. Spatzieren gehen, ins Gelände bummeln, entspannt vorwärts-abwärts oder einfach mal beim Grasen die Seele baumeln lassen. Dabei regenerieren die Muskeln und sind in der Folgewoche wieder bereit für neue Trainingseinheiten.

Liebe Grüße

Pferdesachen-Blog Mareen