Es war endlich soweit, Andrea Pitz war mit ihren Butterfly-Sätteln bei Smilla und mir im Stall und wir haben den Butterfly Uta Gräf Dressursattel ausprobiert.

Am Anfang hat sich Andrea Pitz erst mal Smillas Rücken angeschaut und hat auch gesehen, dass der Trapezmuskel unter dem alten Sattel gelitten hat. Sie hat mir zunächst die Funktionsweise des Butterfly erklärt.

Es ist beim Satteln sehr wichtig, darauf zu achten, dass der Sattel im Schwerpunkt liegt. Optisch wirkt es etwas so, als würde er zu weit hinten liegen, das täuscht aber. Man kann sich ganz gut daran orientieren, dass der Sattel hinter den Schultern liegt. Mit der Bewegung und dann auch dem Reitergewicht drauf, zieht sich der Sattel nach und nach in Position. Man muss also immer wieder gut nachgurten, bis man anfängt zu arbeiten.

Bei Smilla muss auch mit einem Korrekturpad gearbeitet werden, denn der Butterfly passt sich dem Pferd an, also auch da, wo er eigentlich Luft lassen müsste für nachwachsende Muskulatur. Da bei Smilla der Trapezmuskel nicht mehr so ausgebildet war, wie er es sein sollte, musste das „Loch“ mit dem Pad gefüllt werden. Ich muss allerdings sagen, dass mir das Pad sehr mächtig erscheint. Optisch jetzt nicht so der letzte Schrei. Aber es geht ja erstmal nicht um die Optik sondern um die Funktion.

Der erste Ritt mit dem Buttterfly Uta Gräf

Dann ging es in den Sattel. Im Schritt habe ich gleich den Unterschied gespürt. Da war viel mehr Bewegung. Für mich war der Trab plötzlich wirklich anstrengend, weil ich so viel Bewegung gar nicht gewohnt war. Aber es fühlte sich gut an. Smilla hat sich mit dem Butterfly viel freier bewegt, als mit dem alten Sattel. Dann kam der Galopp. Und auch hier konnte sie viel schwungvoller und freier laufen.

Andrea Pitz hat mich allerdings gewarnt. Wahrscheinlich werden Smilla und ich erstmal ganz schön Muskelkater haben, weil wir beide diese Bewegungsfreiheit beim Reiten ja nicht gewohnt sind. So war es dann auch. 😉

10 Tage Test: Ist der Butterfly Uta Gräf das richtige Modell für uns?

Als ich dann in den nächsten Tagen alleine mit Smilla weiter getestet habe, ist mir aufgefallen, dass sich der Sattel nach längerem Reiten, auch wenn ich wirklich fest gegurtet habe, immer wieder nach vorne auf die Schulter gezogen hat. Das ist natürlich nicht sehr produktiv für den Trapezmuskel. Außerdem klappte der Sattel hinten und lag nicht ruhig auf. Ich hätte also noch mehr mit dem Pad gegen polstern müssen.

Insgesamt musste ich für mich leider entscheiden, dass dieses Sattelmodell nicht das Richtige für Smilla und mich war. Natürlich ist es kein Problem mit Correction-Pad zu reiten, schließlich, hat Smilla ja die Defizite im Trapezmuskel. Aber ich habe einfach das Gefühl, dass sich der Sattel viel zu fest auf das Pferd zieht. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich mich sicherer fühle, wenn mein Pferd korrekt vermessen wird und der Sattel von einem Sattler entsprechend angepasst wird. Natürlich bringt es somit Korrekturtermine mit sich, wenn sich die Muskulatur verändert. Doch das nehme ich lieber in Kauf, als selber falsch zu entscheiden und am Ende doch wieder Druckstellen zu haben.

Also habe ich den Butterfly wieder zurück geschickt. Ich denke immer noch, dass die Idee, die hinter dem Butterfly steckt, gut ist, aber es war nicht das Richtige für mich.

So sah ich nun erwartungsvoll dem nächsten Termin mit Iris Herold von Maxflex entgegen.